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Forderung nach klaren Quellverweisen

Aufforderung an M. Henke, die fehlenden Quellenangaben seines neuesten Artikels in der UF vom 20. April 2007 über das Evangelistenamt in den katholisch-apostolischen Gemeinden nachzureichen

Erneut wurde ein Artikel in der "Unsere Familie" über geschichtliche Themen im Zusammenhang mit den katholisch-apostolischen Gemeinden ohne Nennung von Quellen geschrieben.

Nach mehrmaliger Kritik an Artikeln über die Geschichte der katholisch-apostolischen Gemeinden und der Neuapostolischen Kirche aus den Federn von Mitgliedern der Projektgruppe "Geschichte der NAK" ist es jetzt an der Zeit, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen und nun endlich einen sauberen Quellnachweis zu führen. Geschieht dies auch in Zukunft nicht, wird die Projektgruppe dem Vorwurf ausgesetzt sein, "Hobby-Historiker" in ihren Reihen zu haben.

Ad fontes. hat eine entsprechende Information auch an den Pressesprecher der NAK, Peter Johanning, weitergeleitet und ihn gebeten, sich der Sache anzunehmen.

Drucken  30.04.2007. 19:06

J.B. am 11.05.2007. 15:57

Ach eine Frage habe ich doch noch und die möchte ich bitte ehrlich beantwortet haben. Was sind eigentlich eure persönlichen Absichten hier oder was bezweckt ihr hiermit? Ich möchte als Antwort kein herumgedruckse, sondern eine ehrlich und klare Antwort darüber was eure Motive sind.

Clemens am 11.05.2007. 18:46

Hallo J.B.

Ich verstehe nicht ganz, warum Sie immer über die Großkirchen schreiben. Sie glauben hoffentlich nicht ernsthaft, dass wir Kritiker/Ökumeniker in deren Auftrag schreiben? Nein, wir sind nur Gott und unserem Gewissen verpflichtet. Im übrigen sind die Meisten von "uns" Mitglieder der NAK. Damit komme ich auch schon zu Ihrem zweiten Posting. Hier kann man natürlich nicht verallgemeinern. Ich spreche also nur für mich.
Nach intensiver Beschäftigung mit den Lehren und der Geschichte der NAK bin ich zu dem Schluss gekommen, dass die Apostel der NAK sich etwas anmaßen, was ihnen nicht zusteht: Den Apostolat Jesu Christi im Sinne der Zwölfe. Wenn Sie das anders sehen, ist mir das eigentlich relativ egal. Ich bin lediglich der Meinung, dass es in der NAK eine größere Pluralität an Meinungen geben sollte. Eine Religionsgemeinschaft, die ihren Mitgliedern zumindest latent nahe legt, sich nicht mit anderen Meinungen auseinanderzusetzen, demonstriert m.E., dass ihre Lehre auf tönernen Füßen steht.
Die Erfahrungen, die ich im Laufe dieses Prozesses gemacht habe sind vielfältig. Mit einem Bischof der NAK konnte ich sehr gute Gespräche führen, die meisten Gemeindemitglieder waren aus Mangel an Informationen oder Interesse (!) dazu nicht in der Lage und wichen entweder ganz aus oder reagierten so emotional wie Sie.
Meine Erfahrungen mit Mitgliedern anderer Kirchen sind da völlig andersartig. Dort gibt es natürlich viele Geschwister die leider den Kontakt zur Kirche verloren haben, doch ist dort der Horizont um Lichtjahre weiter als in der NAK (wenn man das so pauschal sagen kann). Man könnte sagen, dass der Glaube dort erwachsen geworden ist, während viele NAKler leider an systemischer Betriebsblindheit leiden. Kurz gesagt:
- Christus in den Mittelpunkt zu rücken
- den exklusiven Ansprüchen der NAK, durch welche das Gnadenwirken unseres Erlösers geschmälert wird, argumentativ entgegenzuwirken
- In Gesprächen auf Widersprüche hinzuweisen, bzw. Grundlagen zu schaffen, dass solche überhaupt stattfinden können...
das sind meine persönlichen Intentionen.

Desweiteren empfehle ich das Editorial von Frank Vietz auf www.christ-im-dialog.de

Mit freundlichen Grüßen,
Clemens

Hendrik am 11.05.2007. 20:14

An dieser Stelle möchte ich mich auch noch einmal zu Wort melden:

Zum Einen finde ich die "Lagerbildung", die hier betrieben wird, nicht besonders lustig. Der größte Teil der hier schreibenden ist sich darüber einig, dass Reflektion und konstruktive Kritik über das tägliche Geschehen in der NAK gerechtfertigt und angebracht ist. Ich zähle mich ebenfalls dazu. In Teilen bin ich auch durchaus der selben Ansicht wie beispielsweise Clemens. Folglich sehe ich mich nicht in der Schublade der "Linientreuen".

Das aber ist gar nicht der eigentliche Knackpunkt. Es geht hier mitnichten darum, OB Kritik geübt wird, sondern vielmehr WIE sie passiert. Und da sind die hier benutzten scharfen Angriffe eindeutig kontraproduktiv - ich weiss, ich wiederhole mich.

In letzter Zeit haben sich bei uns in NRW sogenannte Gesprächsabende etabliert. Diese Abende sind das ideale Forum, sich kritisch und konstruktiv mit Glaubensinhalten auseinanderzusetzen. Natürlich wird damit die Kirchenleitung nicht auf direktem Wege erreicht. Jedoch halte ich es auch für anmaßend, wenn jeder Andersedenkende von seiner Meinung glaubt, sie müsse unbedingt überall Gehör finden.

Traurig finde ich eigentlich den Verlauf der Diskussion. Ich vermisse folgende Punkte:

Zum Einen muss jeder, der Kritik übt, auch Kritik ertragen können, diese Haltung scheint nicht besonders verbreitet zu sein.

Zum Zweiten muss, wer Meinungsfreiheit für sich fordert, die selbe auch anderen Eingestehen. Das gilt im Übrigen für alle!

Und zum Dritten sind wir doch alle Christen. Von christlicher Nächstenliebe habe hier jedoch noch nicht sehr viel gemerkt.

Clemens am 11.05.2007. 23:20

Lieber Hendrik,

Ich kann Ihre drei finalen Mahnungen nur unterstreichen. Nur müssen Sie mich auch ein wenig verstehen. Die Art und Weise wie sich J.B. hier äußert trägt nicht eben zu einem fruchtbaren Dialog bei. Aussagen wie "Kreuzigung der NAK" oder die recht diffusen Seitenhiebe auf andere Kirchen werfen nicht gerade ein gutes Licht auf die Folgen unreflektierter NAK-Sozialisation.
Ich freue mich, dass es in NRW solche Gesprächskreise gibt. In BaWü sehe ich davon nichts. Es interessiert auch niemand. Außerdem kann auch hier, mit Blick auf Blankenese, die Frage nicht ausbleiben: Was geschieht, wenn sich in solchen Gesprächskreisen Strömungen entwickeln, die der NAK-Exklusivität entgegenstehen. Wird dann wieder "durchgegriffen"?

Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht,
Clemens

R/S am 11.05.2007. 23:51

Hendrik schrieb:
"In letzter Zeit haben sich bei uns in NRW sogenannte Gesprächsabende etabliert. Diese Abende sind das ideale Forum, sich kritisch und konstruktiv mit Glaubensinhalten auseinanderzusetzen."

------

Ich weiß nicht, ob es Absicht ist, dass so viel aneinander vorbeigeredet wird (ich halte diese Aussage bewusst in der neutralen "man"-Form).

Bezügl. der zitierten Aussage von Hendrik (zufällig, dass ich Sie wieder mal rausgreife...:-) tauchen sofort zwei Grundfragen auf:

1. Was wird an diesen sog. "Gesprächsabenden" denn wirklich kritisch losgelassen, geschweige denn verbessert??? Wenn ich davon ausgehe, dass hier Gemeindeebene angesprochen ist, so muss ich schlicht feststellen, dass genau auf dieser Ebene wirklich sinnvolle Kritik gar nicht möglich ist, da hier - je nach Gemeinde und Bezirk - 50-90% gehirngewaschen Dumpfbacken rumlaufen, die ohnehin nichts Positives bewirken können. Warum sollte ausgerechnet dies dies "ideale" Forum sein?

2. Zum anderen erreichen Sie hier nur Gemeindemitglieder, bestenfalls einige aus dem Bezirk. Was soll das bewirken. Die NAK schert sich einen feuchten Dreck um die Gemeinde Blankenese und sie scherte sich eine ebenso feuchten Dreck um ein weltweises Schisma zwischen NAK diesseits und jenseits des Atlantiks.
Was also soll dererlei "kritisches Kleinkrämertum" bewirken???

Hätte Apostel Sepers seine Gedanken im Rahmen seiner Gemeinde geäußert, wüsste kein Mensch was von den internen faschistischen Strukturen unserer Apostel-Sekte. Erst ein weltweit beachtetes Internet-Interview hat wenigstens ein paar Surflinge aufhorchen lassen und, so Gott will, werden sie dieses Wissen in ihre jeweiligen Bezirke tragen und Fragen stellen.

Gemeinde-Bühne - auch mit Theater -, schön und gut, aber sie ist beim besten Willen nicht geeignet, um die Geistes-Goebbels und Indoktrinationsschergen dieser Sekte hinter ihrem Systemschild vorzulocken - das hat die internetlose Vergangenheit zur Genüge bewiesen.

Clemens am 12.05.2007. 00:02

Hallo R.S.,

Wenn Sie der sind, für den ich Sie halte, muss ich mich doch ein wenig wundern. Sie haben sicher damit recht, dass die NAK im Kern ein totalitäres System war und ein autoritäres System ist - doch erscheinen mir Ihre Vergleiche ungeeignet, Ruhe in diesen Thread zu bringen. Mir ging bei den Äußerungen von J.B. auch der Hut hoch, dennoch würde ich Sie bitten, sich von etwaigen "Geistes-Goebbels" und "gehirngewaschenen Dumpfbacken" zu distanzieren und dies hier richtig zu stellen.

Ich bin Ihnen sehr verbunden.

Mit freundlichen Grüßen,
Clemens

R/S am 12.05.2007. 00:19

Da gibt es nichts richtig zu stellen, Clemens - so leid es mir tut. Mir wäre es weiß Gott lieber, ich könnte hier möglichest alles richtig stellen, allein das liegt nicht in meiner Macht.

Wenn Sie Goebbles Aussagen auf völkisch-politischer Ebene vergleichen mit den Aussagen maßgebender NAK-Funktionäre auf spiritueller Ebene - genau darauf hatte ich ja verwiesen -, werden Sie verblüffende, ja erschütternde Ähnlichkeiten feststellen, z.B.:

Uneindeutige Binsenweisheiten werden als göttliche als Wahrheiten heilszwingend verkauft;

Mit (meist unzutreffenden) Verallgemeinerungen werden unterschiedslos Feindbilder erzeugt;

Machtpolitische Gehirnwäsche wird ausgenützt zum Zwecke systemerhaltender Strukturen;

Völlige Ignoranz bezügl. der geistigen Nöte und systemischen Probleme der Mitglieder;

Ein "Über-Leichen-Gehen" wenn es darum geht, das System der Kirche um JEDEN Preis zu erhalten;

Die Sehensweise der Mitglieder spalten in eine Freundes- und eine Feindeswelt;

Totschweigen von realen Missständen;

Erniedrigung Andersdenkender;

Hetztiraden (mittlerweile in formaler Jovialrhetorik übergeführt) bezügl. jeder Art von Kritik;

usw.
usw.
usw.

Und jetzt kommen Sie und sagen expressis verbis, dass die NAK ein "totalitäres System" ist und beschweren sich dabei gleichzeitig bei mir, wenn ich genau dasselbe in meinen Worten tue?

Helfen Sie mir bitte - ich blicke bei dieser Strategie nicht durch...

Clemens am 12.05.2007. 00:38

Tja, ich habe das, was Sie da beschreiben, weiß Gott, schon zu genüge erlebt. Wer nun behauptet, er spüre davon nichts, dem sei einmal empfohlen, sich gegenüber dem System nonkonform zu verhalten.

Bei Ihrem Goebbels-Vergleich mögen Sie zum Teil recht haben (es wurden ja schon direkte sprachliche Korrelationen zwischen Goebbels und NAK-Lieratur hergestellt "herauseitern"&co), dennoch liegen zwischen den Intentionen von Goebbels und Leber Welten. Das in einen Topf zu werfen, widerstrebt mir zutiefst. Ich empfinde einen Vergleich mit der DDR als passender. Sagen wir mal, im Jahr 1985. Die Mauer steht (noch), die Partei kontrolliert und funktioniert (noch), ...


Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht,
Clemens

P.S.: Springen Sie bitte über Ihren Schatten. Sonst muss Folkmar diesen Beitag u.U. sowieso löschen.

R/S am 12.05.2007. 00:43

Über welchen Schatten meinen Sie...?

Ebenfalls ein angenehme Nachtruhe - auch mit, oder gerade trotz der Träume, die oftmals genau das hochschwappen lassen, was ganz tief drinnen mit keiner noch so vertuschenden Rhetorik zum Versiegen gebracht werden kann - auch nicht mit dem Löschen von Threads...

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