Brinkmann stellt sich hinter Drave’sche Geschichtsaufarbeitung
Brinkmann: Wir sind von der Richtigkeit der vorgestellten Ergebnisse überzeugt
Der Leiter der NAK-Nordrhein-Westfalen (NRW), Bezirksapostel Armin Brinkmann, nimmt auch im Namen seiner unterstellten Apostel Stellung zum Informationsabend vom 4.12.2007 aus der Schweiz. Sie stellen sich hinter die tendenziöse Geschichtsaufarbeitung von Chef-Historiker Drave. NRW war in den 1950er Jahren Spaltungs-Brennpunkt der NAK.
Auf der offiziellen Kirchenhomepage der NAK-NRW informiert Brinkmann unter der Überschrift
„Stellungnahme zum Informationsabend“ am 8.1.2008.
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In den einleitenden Worten heißt es
„In der Erklärung bekennen sich die nordrhein-westfälischen Apostel zu den vorgestellten Ergebnissen der Arbeitsgruppe und rufen zum fortgesetzten Dialog sowie zur Versöhnung und christlichem Miteinander auf“.
Wer den Aufbau der „Erklärung“ aufmerksam betrachtet bemerkt sofort, dass dieses Papier nicht den offiziellen Briefkopf der NAK trägt. Der Leser vermisst darüber hinaus sowohl die Unterschrift von Brinkmann als auch die weiteren Unterschriften der Apostel.
Sicher war die Entscheidung des Stammapostels,
„über die Ergebnisse der Untersuchung der Vorgänge innerhalb der Neuapostolischen Kirche (NAK) in den Jahren 1938 bis 1955 zu informieren“ nicht nur richtig, sondern längst überfällig. Die Art und Weise der Aufarbeitung muss jedoch sehr kritisch bewertet werden.
Brinkmann und seine Apostel lassen in den Punkten 4 und 5 erkennen, dass sie die „Vereinigung Apostolischer Gemeinden in Europa“ (VAG) nicht als gleichwertige Gemeinden im Sinne der NAK anerkennen. Sie geben klar zu erkennen, dass nach wie vor in NAK-Apostel-Kreisen nur die NAK wahre Kirche Jesu Christi ist . Die Formulierung
„Wir erkennen die Vereinigung der Apostolischen Gemeinden (VAG) als eine kirchliche Gemeinschaft auf der Grundlage des Evangeliums vollumfänglich an“ und
„Wir respektieren die Geistlichen und Mitglieder der VAG unvoreingenommen im Sinn der von Jesus Christus gebotenen Nächstenliebe“ ist ein Zeugnis dafür. Hätte man ein Kirchenverständnis wie es die katholisch-apostolischen Gemeinden gelehrt haben, dann hätten die Aussagen etwa so gelautet:
4. Wir erkennen die Vereinigung der Apostolischen Gemeinden (VAG) als Gemeinden innerhalb der Einen, Heiligen, Katholischen und Apostolischen Kirche an.
5. Wir anerkennen das geistliche Amt der VAG und betrachten die Mitglieder der VAG als Brüder und Schwestern und somit Glieder am Leibe Christi.
Entgegen der geübten Praxis (siehe Informationsabend vom 4.12.2007) vermitteln die Apostel verbal den Eindruck, als wäre ihnen an weiteren Gesprächen gelegen. Es klingt fast unglaublich wenn sie erklären, dass sie
„die Fortsetzung des versöhnlichen Dialogs mit der VAG auf allen Ebenen ungeachtet der Aufarbeitung der geschichtlichen Zusammenhänge“ wünschen.
Der abschließende Punkt 10 klingt wie ein Hilfeschrei und macht deutlich, in welcher Krise sich das neuapostolische Apostolat befindet:
„Wir stehen zu unserer Verpflichtung, als Apostel Jesu Christi in der Treue zum Stammapostel die Einheit im Kreis der Apostel zu wahren.“
Erklärung der Apostel der NAK-NRW vom 8.1.2008